Lokale Suche immer Stärker bei Google gewichtet

Von Andreas Gurk (seoffm.de)

Bald ist es ein Jahr her, dass der Suchmaschinenriese GOOGLE das sogenannte Venice-Update auch in Deutschland ausrollte. Seither hat sich einiges verändert in der Suche. 

Kurz noch einmal zur Erklärung: Das Venice Update soll lokale Einträge mehr in den Fokus des Suchenden rücken. Die neue 1.Seite von Google ist z.B. bei dem Suchbegriff „Mode“ folgendermaßen aufgebaut:

1.) 2-3 Google Anzeigen (wie gewohnt)

2.)  3-4 gutrankende Modeshops und andere relevante Suchergebnisse, wie z.B. Wikipedia.org

3.) Mode(b.z.w. anderes Suchkeywort) in der Nähe von (Standort x,y,z)

4.) Bilder zu (Suchwort)

5.) Weitere Ergebnisse, nach Relevanz sortiert

Abb 1)

venice2

Größte Änderung ist nun die Anzeige von lokalen Ergebnissen (Punkt 3.) und Abb 1). Je nach festgelegtem Standort werden nun bei verschiedenen allgemeineren Suchbegriffen, wie z.B. Gartenbedarf, Mode, Herrenmode oder Friseur die lokalen Seiten angezeigt. Google erkennt i. d. Regel über die IP- Adresse den Standort oder durch manuelle Eingabe des Users.

Dies ist natürlich ein Segen für kleinere, lokale Geschäfte, die vorher im Internet kaum oder gar nicht gefunden wurden und lokale Dienstleistungen anbieten, wie z.B. Schlossereien, Blumenläden, Friseure, Schneidereien. Vorteile haben hier insbesondere diese Firmen, die den lokalen Zusammenhang bereits in der URL, im Titel oder dem Content der Startseiten enthalten haben.

[ Update Juli 2013: In der neusten Ausgabe von Website Boosting wird ,einer veröffentlichten Studie von Searchmetrics zufolge, festgestellt, dass Keywort Domains kein Vorteil beim Ranking mehr besitzen; untersucht wurden über 10.000 organische Keywords mit hohem Suchvolumen. Anm. d. Autors ]

Jedoch ist der lokale Bezug in der URL längst nicht mehr der ausschlaggebendste, denn noch weitere Faktoren scheinen für das Finden in der Örtlichen Suche eine immer stärker werdende Rolle zu spielen. Aus meinen Erfahrungen weiß ich, dass es wichtig ist, auch einen Eintrag in Google Places erstellt zu haben.

[Beispiel]: Google Places Eintrag für lokales Modeatelier

mode-hattersheim

Dieser kann, sofern man ein Google Konto hat, sowohl vom Inhaber des Unternehmens, als auch von Kunden und Internetusern bewertet, kommentiert werden und Bilder können hochgeladen werden. Die lokalen Informationen werden dann i.d. Regel auf der ersten Seite dargestellt, wenn z.B ein User auch die gleiche Lokalität (Stadt) in der Googlesuche gespeichert hat.

Woher weiß GOOGLE, wo ich mich gerade befinde?

Google speichert in der Regel die Lokalität anhand der IP Nummer ab, diese kann jedoch vom realen Standort abweichen, so dass oftmals manuell der korrekte Standort eingegeben werden muss. Dies wird in der oberen  Navigation unter „Suchoptionen“ -> „Name der Stadt“ eingegeben.

Ausschalten der lokalen Suche in Google

Besonders Suchmaschinenoptimierer, aber auch Betreiber von Webseiten möchten jedoch auch gerne die neutrale, nicht lokal beeinflusste Platzierung ihrer Webseite in den Suchergebnissen sich anzeigen lassen. Dies erreicht man mit einen kleinen „Trick“: Bei „Standort“ gibt man einfach z.B. für die Suche in Google.de „Deutschland“ ein. Bitte dabei immer nicht im Google Konto angemeldet sein und vorher die Cookies löschen. Dann erhält man die neutrale SERP Position in Google- Deutschland.

Fazit:

Die Google Suche rückt immer stärker in den Vordergrund. Dies ist vor allem für lokale Anbieter sehr vorteilhaft und natürlich für den Suchenden einfacher, Produkte, Dienstleitungen und Aktivitäten in der näheren Umgebung, z.B. bei Geschäftsreisen, im Urlaub oder am Wohnort schneller zu finden. Nachteil: Größere nationale und internationale Webseitenbetreiber „rutschen“ hierbei weiter nach hinten in den SERPS und werden eher gezwungen mehr Geld für Google Werbung, herkömmliche Werbung oder Werbung auf anderen Kanälen, z.B. Facebook, Bing/Yahoo  oder mehr Geld in Suchmaschinenoptimierung auszugeben.

 

 

 

 

 

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